Blog

Willkommen in meinem Blog. Ich verzichte bewusst auf Bilder. Es geht um Informationen. Manchmal bestehen diese auch nur aus einem Satz darüber, was mir auf den Nägeln brennt, oder einem Link, den ich für interessant erachte.

Frank Rösner Samstag, 18. Mai 2024 von Frank Rösner

Best of Podcast ever

In der ARD Audiothek anhören

Jan Fleischhauer bringt es auf den Punkt. Ich habe selten einen so guten Gastkommentar gehört. Eigentlich meine Worte, nur hört mir halt niemand zu.

Die wichtigsten Zitate vorab:

"Das ist das tolle an der Politik: Man verspricht Sachen, für die dann andere zahlen müssen. Der ganze Sozialstaat ist auf dieser Schummelei aufgebaut. Für das Bürgergeld kommen ja die Leute auf, die sich reinhängen statt ebenfalls Bürgergeld zu kassieren."

"Und das Mehr vom Mindestlohn fällt nicht vom Himmel"

"Ich wäre ja dafür, die Sache umzudrehen, also mehr Netto vom Brutto. Wenn man den Arbeitnehmern weniger wegnehmen würde, müsste man nicht ständig die Löhne erhöhen."

"Doch wer so denkt, hat das Prinzip des Sozialstaats nicht verstanden. Der Witz ist ja gerade, jeden zum Leistungsempfänger zu machen. Nichts fürchtet der Sozialpolitiker mehr als den Bürger, der ihm nichts schuldet. Der könnte ja auf dumme Gedanken kommen!"

Frank Rösner Samstag, 18. Mai 2024 von Frank Rösner

Digitalisierung JA, aber wenn, dann richtig!

Viele Unternehmen wollen nicht mehr mit ihren Kunden sprechen. Alles nur noch online. Am Telefon erwartet den Anrufer eine Computerstimme und man muss sich durch zig Menüs hangeln. In der Warteschleife muss man sich irgendeinen Schmarrn anhören und dass man doch alles online regeln könne. Wenn man dann doch mal einen Menschen erreicht, fliegt man plötzlich aus der Leitung. Anrufversuche erfordern oftmals viele Stunden. Ein Schelm, der Absicht unterstellt. Man will den Kunden die telefonische Kontaktaufnahme so unangenehm wie möglich machen. Aber selbst wenn die telefonische Kontaktaufnahme dann mal funktioniert, kommen noch organisatorische Mängel hinzu.

Aktueller Fall aus meinem beruflichen Umfeld:

Der Steuerpflichtige wurde Opfer eines Phishing-Versuchs und hat deshalb Ende April sein Bankkonto bei der DKB Deutsche Kreditbank sperren lassen. Dadurch funktionierte auch die Debitkarte nicht mehr. Nachdem sich in den nächsten Tagen nichts tat und keine neuen Zugangsdaten übermittelt wurden, erfolgten neben E-Mails regelmäßig telefonische Nachfragen – mit dem eingangs geschilderten stundenlangen Aufwand. Die Mitarbeiter der DKB teilten jeweils mit, dass es für solche Fälle eine Fachabteilung gäbe und der Fall dort in Bearbeitung sei. Die ganze Zeit konnte der Steuerpflichtige nicht auf sein Bankkonto zugreifen. Die DKB teilte ihm nicht einmal den Kontostand mit. Der Steuerpflichtige musste sich privat Geld leihen, um den Lebensunterhalt bestreiten zu können, und darauf hoffen, dass genug Zahlungseingänge vorhanden sind, um z.B. den Dauerauftrag für die Miete auszuführen. Es verging Tag um Tag, Woche um Woche. Schließlich reichte der Steuerpflichtige Beschwerden bei der BAFin und beim Ombudsmann ein.

Nach ca. 6 Wochen (!) wurden endlich neue Zugangsdaten übermittelt. Zum Glück stellte sich heraus, dass kein Missbrauch stattfand und auch der Geldeingang für die Daueraufträge ausgereicht hat. Von der DKB Deutsche Kreditbank wurde lapidar mitgeteilt, dass es versäumt wurde, den Sachverhalt an die Fachabteilung weiterzuleiten. Die zwischenzeitlichen Auskünfte, dass der Fall in der Fachabteilung in Bearbeitung sei, waren also falsch.

Der Sachverhalt bestätigt wieder einmal mein Narrativ, das ich regelmäßig von mir gebe: „Je größer der Laden, desto größer das Chaos". Und so, wie unsere Politiker längst den Überblick verloren haben und überhaupt nicht wissen, was sie mit ihren undurchdachten Gesetzen an der Basis anrichten (Stichwort: Bürokratie), wissen offenbar auch die Vorstände von großen Unternehmen nicht, was organisatorisch schief läuft und wie die Kunden zur Weißglut gebracht werden. Aber sie verdienen Millionen.

Frank Rösner Mittwoch, 8. Mai 2024 von Frank Rösner

„Nanny-Sozialstaat"

BR24: Bürgergeld setzt falsche Anreize

Hier die interessantesten Zitate aus dem Beitrag von BR24:

„Mit Bürgergeld bezahlen wir Menschen dafür, sich nicht zu entwickeln"

„In der Psychologie ist seit langem bekannt, dass die Komfortzone auch zur Falle werden kann."

„Kann es sein, dass wir auf perfide Art mit dem Bürgergeld Millionen Menschen dafür bezahlen, sich nicht zu entwickeln ? Wie steht es um unsere Ethik, wenn wir hunderttausende junge, gesunde Menschen in eine Komfortzone locken – in der sie verkümmern? Eine Komfortzone, in der sie sich nicht entwickeln und ein Leben in Abhängigkeit führen. Mir scheint es daher angebracht, Menschenwürde breiter als nur materiell zu betrachten."

„Braucht ein großer Teil der derzeitigen erwerbsfähigen Bürgergeldempfänger statt Geld möglicherweise eine völlig andere Form der Unterstützung?"

„Wer als Barkeeper arbeitet, der fördert seine soziale Kompetenz. Sie alle entwickeln sich schneller als diejenigen, die nicht arbeiten"

„konnten laut Medienberichten 110.000 Mitarbeitende der Bundesagentur für Arbeit und Jobcenter im Jahr 2022 nicht einmal mehr 104.000 Arbeitslose und Sozialhilfeempfänger vermitteln. Rechnerisch also kann derzeit ein Mitarbeiter nicht mal mehr eine Person vermitteln. Im Jahr!"

„Studien zeigen übrigens, dass bis zu 20 Stunden Arbeit die Abbruchzahlen bei Studiengängen nicht signifikant steigern"

„Oft ist Arbeit während des Studiums sogar für die Karriere und persönliche Entwicklung sehr hilfreich."

„Oft sind diejenigen, die gleichzeitig arbeiten, sogar besser im Studium."

Frank Rösner Samstag, 4. Mai 2024 von Frank Rösner

Bürokratieabbau wäre ein kostenloses Konjunkturprogramm

"Bürokratieabbau ist ein kostenloses Konjunkturprogramm"
(Lutz Göbel, Vorsitzender des Normenkontrollrates, heute früh in BR24)

Und was sage ich seit 20 Jahren? Warum passiert dann nichts, wenn die Lösung doch bekannt ist?

Frank Rösner Mittwoch, 24. April 2024 von Frank Rösner

Wozu Ertragsteuern?

Meine Worte. Wozu Ertragsteuern, wenn Unternehmen doch Arbeitsplätze schaffen und investieren? Ich würde nur Verkehrssteuern erheben. Wer viel hat und viel ausgibt, zahlt dann viele Steuern. Und umgekehrt. Das wäre einfach und gerecht. Aber zu einer solchen umfassenden Reform ist die Politik nicht in der Lage.
Der Autor bezeichnet die Einkommensteuer als Strafe dafür, dass man arbeitet. Denn wenn man nicht arbeitet, wird einem nichts weggenommen. Aber wenn man arbeitet, wird man dafür mit Abzügen bestraft. Deshalb dürfe man sich nicht wundern, wenn es Leute gibt, die sagen, ich würde gerne arbeiten, aber ohne dafür Strafe zahlen zu müssen. Und das sei dann Schwarzarbeit.
Daran würde man erkennen, dass das System nicht logisch sei. Der Autor fragt sich, warum darauf, was gewollt sei, nämlich dass die Leute arbeiten, eine Strafe erhoben werde?
Würde heute ein neues Steuersystem geschaffen werden, würde man nicht das „hirnverbrannte“ System der Einkommensteuer heranziehen. Vielmehr würde man Steuern auf Dinge erheben, die die Leute nicht machen sollen.

Link zum Video auf Instagram

Kontakt: Frank Rösner · Prof.-Carl-Reiser-Str. 38 · 82467 Garmisch-Partenkirchen · Tel. 08821 / 9669 350 · kontakt@stb-roesner.de